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Chorfahrt nach Verden

Nach über 5 Jahren TotalVokal führte uns das erste auswärtige Chorwochenende vom 18.-20.03.2016 zum Evangelischen Jugendhof Sachsenhain.

Idyllisch außerhalb von Verden gelegen, bot der EJH, mit seinen traumhaften Fachwerkhäusern, die ideale Kulisse für das sehr intensive Probenwochenende. Und tatsächlich kam schnell ein „Klassenfahrt-Gefühl“ auf. Ein Großteil der 38 Sänger/innen hatte sich für Doppelzimmer, nur wenige für ein Einzelzimmer entschieden. Nach 13 Eintritten im Jahr 2015 und 4 in 2016 bot das Wochenende die Möglichkeit sich näher kennenzulernen und auch Mitglieder die schon deutlich länger zusammen singen bekamen noch mal die Chance sich viel besser auszutauschen als es die normale Probe in der Regel möglich macht.

EJH Panorama

Nach der Anreise am Freitag und einem tollen Abendessen in Buffetform, startet bereits die erste Probe. Bestandsaufnahme und große Erleichterung, dass „Tanze Samba mit mir“, „Ave Verum“, „Je ne l’ose dire“, „Mambo“, „Un poquito Samba“, „Earth Song“, „Liebeskummer“ und „Uti var hage där“ bereits flüssig durchgingen und gut sitzen. Die große Bandbreite des Chores bestätigte sich wieder. Mit vielen Stücken aus dem neuen Repertoire, aber auf Wunsch des Chores auch Stücken aus der Zeit vor dem Leitungswechsel 2015, geht es in die Auftrittssaison 2016.

Verden Probe 1

Im Anschluss an die Probe folgte der gesellige Teil des Abends. Das Psychiater (nicht Doktor) – Spiel sorgte, mit intimen und ganz neuen Aspekten zu der einen oder anderen Person, für viele Lacher und eine Menge Spaß. Auch jagten sich, in Form von Bällen, Eichhörnchen und Fuchs oder lud das Rote Sofa zu Bewegung ein.
Nach einer kurzen Nacht, fanden sich am Samstagmorgen doch immerhin rund 15 Sängerinnen ein, um am für 7:30 Uhr terminierten Morgenspaziergang teilzunehmen. Die Männer schafften diese frühe Uhrzeit leider noch nicht. Beeindruckend war der Rundgang auf dem Gelände des Sachsenhains mit seinen 4.500 Findlingen, die an die getöteten Sachsen erinnern sollen und in den Jahren 1934-36 auf dem Gelände aufgestellt wurden. Auf diesem Rundgang konnten wir dann auch noch einen Blick auf die Storchenaufzuchtstation Sachsenhain werfen. Drei Störche im eingezäunten Bereich stolzierten an uns vorbei und an anderer Stelle wurde schon fleißig an den Nestern gebaut. Beeindruckend den großen Vögeln beim Fliegen zuzusehen. Auch später, während der Proben in dem uns über die gesamte Zeit zur Verfügung stehenden Seminarhaus hatten wir durch das große Panoramafenster eine fantastische Sicht auf Adebar und seine Kollegen.

Aller Panorama

Frühstück um 8:30 Uhr – Probe bis 12:00 Uhr. Auf zu neuen Ufern lautete hier die Devise, erste Gehversuche mit Bachs Weihnachtsoratorium (Aufführungstermin ist der 3.Advent, zusammen mit dem Chor der Kantorei Uetze). Ein tolles Ergebnis der Probe – Choral 33 und 35 sitzen schon gut.
Nach Erbsensuppe mit (Tofu) Würstchen startete eine Gruppe nach Verden; leider kurz vor Ladenschluss, war dort nicht mehr viel zu sehen. Der Besuch des Doms zu Verden aber war die Reise auf jeden Fall wert. Mutig stimmte eine kleine Gruppe in dem beeindruckenden Bauwerk das „Ave Verum“ an. Eine gigantische Akustik und Gänsehaut pur.
Die Nachmittagsprobe umfasste eine bunte Mischung des Repertoires und neues, poppiges kam dazu – wieder gespickt mit Musiktheorie und bildlichen Erläuterungen. Nun können wir etwas anfangen mit der Florian-Silbereisen-Terz und homophonen Klängen. Und auch gute Ratschläge von Silas waren dabei:


„Ich gebe Euch einen guten Tipp.“ –Denkpause– „Merkt es euch!!!“


Kaffee, Tee und luftiger Marmorkuchen rundeten den Nachmittag ab.
Und weil es am Abend nach Salami, Thunfisch und vegetarischer Pizza immer noch gesangliche Kapazitäten gab, folgte eine weitere Gesangseinlage. Zwei Neuankömmlinge wurden nochmal flugs zu Psychiatern gemacht. Bier, Wein, Averna, Prosecco und Amaretto taten ihr Übriges zur ausgelassenen Stimmung. Spätestens als zwei Gitarren ausgepackt und Partyschlager zum Besten gegeben wurden, blieb kaum ein Auge trocken und das Tagungszentrum kochte. Der harte Kern blieb bis 2:00 Uhr.

play

 

Wie kaum anders zu erwarten, fand der Spaziergang am Sonntagmorgen deutlich weniger Zuspruch als am Vortag. Gerade einmal 2 Sängerinnen fanden sich ein. Der Rest verweilte lieber länger im Bett, um sich dann auf Etagenduschen und Toiletten zu verteilen.
Frühstück – nächste Probe –Mittagessen – nächste Probe. „In Dreams für Silas“ führte uns musikalisch nochmal ins Auenland und rührte viele Sängerinnen und auch Sänger. So erging es auch vielen mit „Alles brennt“ oder „Ruhe“.
Nach Kaffee, Keksen und Gruppenbild ging das Wochenende zu Ende. Wir hatten eine tolle Zeit und haben dank wechselnder Tischnachbarn (vielen Dank an Kristine für die gute Idee mit den Namensschildern) viel über unsere Mitsänger/innen erfahren, musikalisch unglaublich viel gelernt und hörbare Fortschritte gemacht.
Vielen Dank Silas, für dein Engagement, deine Hingabe und den schier endlos erscheinenden Enthusiasmus und die Begeisterung für TotalVokal und die Musik. Deine Fähigkeit uns zu motivieren ist immer wieder erstaunlich. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Vielen Dank auch an das Team des Sachsenhains, bei denen wir Gast sein durften, für ein sehr nettes Miteinander und „schnelle Problemlösungen“, was nicht immer selbstverständlich ist und einfach auch den Blick für Kleinigkeiten. Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Aufenthalt in Verden 2017.
Fazit:
Wir gehen sehr optimistisch in unser musikalisches 2016 und müssen uns nicht verstecken. Springhorstsee und Herrenhausen können kommen. Das Sommerkonzert – zusammen mit der HörBänd – wird sicherlich wieder ein Highlight werden. Ein auswärtiges Chorwochenende bringt die Gemeinschaft noch einmal deutlich näher zusammen, als es das täte, wenn wir vor Ort geblieben wären. Es bringt neue Eindrücke und man lernt sich einfach besser kennen. Und je nach Alter des Mitgliedes, ist das Essen in Gemeinschaftsunterkünften deutlich besser als vor 10, 20 oder 30 Jahren.

Verden Abschluss Web

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